Zarische Truppen, Krasnaja Poljana, 21.5.1864

Zarische Truppen, Krasnaja Poljana, 21.5.1864

Donnerstag, 1. Dezember 2016

Tobias Rapp in der Echokammer

Anläßlich des Erscheinens einer geschmacklosen "Flüchtlings-Satire" von seiten der Bundespressekonferenz und andererseits der gebetsmühlenartig vorgetragenen Behauptungen, Journalisten würden sich immens um "Reden mit der Bevölkerung" (oder so...) bemühen, aber an den mentalen Barrieren von "Wutbürgern"  scheitern, ist es wohl nun an der Zeit, sich auch generell mal mit dem rüden, oft reflexionsarmen Verhalten deutscher Journalisten und insbesondere auch deren mangelnder interkultureller Sensibilität auseinanderzusetzen. Wie auch mit der oftmals recht pauschal erscheinenden Weigerung, jenseits des eigenen Spartendaseins auch mal öfter inter- bzw. transnationale Zusammenhänge in den Blick zu nehmen. Der Spiegel ist mir persönlich vor allem deswegen in unguter Erinnerung geblieben, weil er zu einem Artikel über Rußland einen Kommentar, der die russische Politik im Nordkaukasus zum Thema hatte, nicht freigeschaltet hat, zu einem Zeitpunkt, in dem im redaktionellen Teil der Völkermord an den Tscherkessen trotz herannahender Olympischer Spiele in Sotschi nicht auch nur ein Mal erwähnt worden war.

Ich gebe mit diesem Blogeintrag eine Interaktion wieder, die ich soeben mit dem Spiegel-Redakteur Tobias Rapp hatte, der mir schon in den Wochen zuvor mit wenig komplexen, schmalspurigen und intellektuell dünnen Statements sowie schnellem eigenem Gekränktsein auf Facebook aufgefallen war.

Die Interaktion vom 1.12.2016 mit Tobias Rapp:







Für weitere Ausführungen dazu, wie die Nichtbearbeitung des blutigen Kaukasuskonflikts von westlicher Seite den rußländischen Extremismusexport angeheizt hat, war Tobias Rapp offenbar bereits zu überfordert gewesen. Wie es der Screenshot nahelegt, hat mich dieser Vertreter der Journalistenzunft blockiert, ohne daß ich ihm auch nur noch den Link zum entsprechenden Online-Lexikoneintrag für den "Profil" ("Profil" hatte u.a. gegen den Journalisten Boris Reitschuster, also einen Kollegen Rapps, gehetzt gehabt) hätte hinterherschicken können. Hier ist er:
https://en.wikipedia.org/wiki/Der_Spiegel-Profil

Mit "kolonialrassistischen Bildern" war, so viel sei noch verraten bzw an offenbar nicht-erwünschtem Wissen dann nachträglich aufgezwungen, gemeint gewesen, daß Nordkaukasier im Spiegel vor allem dann vorkommen, wenn sie Attentate androhen oder begehen und so das europäisch-russische Bild des nordkaukasischen Gewalttäters und Kriminellen befriedigen. So findet man bei Spiegel nach wie vor unkritische Meldungen zum  "Antiterroreinsatz" à la Russe.... Von Kultur und zivilgesellschaftlichem Engagement ist dagegen fast nie die Rede.

Vgl. beispielsweise im Spiegel vom 1.8.2015:
"Russlands Anti-Terror-Kampf im Nordkaukasus war verlustreich und wurde rücksichtslos geführt. In den vergangenen Jahren war es den Sicherheitskräften so aber auch gelungen, die Führungsstrukturen des "Emirats Kaukasus" zu zerschlagen, einer al-Qaida nahe stehenden Terrorgruppe. Im Frühjahr 2014 meldete Moskau den letzten großen Erfolg: den Tod von Terroristenführer Doku Umarow, der sich selbst "Emir des Kaukasus" nannte.
Nun mehren sich Anzeichen, dass der "Islamische Staat" den Platz des "Emirats" einnehmen will. Im Juni rief der IS den Kaukasus öffentlich zu seiner Provinz aus. In Propagandavideos schworen schwerbewaffnete Männer der Organisation öffentlichkeitswirksam die Treue.
Moskau fürchtet, dass kampferprobte IS-Männer aus Syrien und dem Irak in Tschetschenien und anderswo einsickern. Nach Angaben des russischen Sicherheitsrates geben sie sich als russische Touristen aus, die ihre Pässe verloren hätten. Die Kommunistische Partei, zweitstärkste Kraft im Parlament, fordert bereits, ausländischen Kämpfern vorsorglich die Staatsbürgerschaft zu entziehen.
Im Kampf gegen die Bedrohung durch den IS setzt Moskau - Ukraine-Krise hin, Kalter-Krieg-Rhetorik her - auf Zusammenarbeit mit dem Westen." - Und bla und bla und bla und blablabla.... Daß bzw. ob die russische Regierung selbst bei dieser "Ersetzung" des Kaukasusemirats durch den IS eine gewisse Rolle spielen bzw. gespielt haben könnte und wie wohl extremistische Kämpfer aus dem Nordkaukasus nach Syrien zum IS gelangt sind, soll sich der kommunikationsunwillige Herr Rapp dann bitte auch selbst ergoogeln. Ist ja schließlich sein Job (wobei er allerdings mit seiner Konzentration auf den Musik- und Unterhaltungsbereich herzlich wenig russlandspezifische Expertise mitbringen dürfte...).

Auf Bitten bzw. höfliche Aufforderungen wie diese hier (ich bin mit dem Kommentator nicht bekannt bzw. weiß nicht, welche Person hinter diesem Kürzel steckt) war der Spiegel nicht eingegangen, er schrieb zu diesem Zeitpunkt noch gar nichts über die Tscherkessen und den vergessenen Völkermord, der im 19. Jahrhundert von Rußland an ihnen begangen wurde:



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In den vorigen Wochen hatte Herr Rapp mich um Belege bzw. Nachweise gebeten (bzw. aufgefordert) gehabt dazu, wie deutsche Medienmacher die russische Politik verharmlost haben, dann aber, wie so oft von Seiten des guten, demokratisch-mittigen Bürgertums praktiziert, bei Lieferung ebensolcher Belege kein weiteres Interesse mehr gezeigt. Man will sich immer wieder lediglich vergewissern, daß Vorwürfe und Kritik NICHT zutreffen. Bei Gegenteiligem schwindet oftmals fast in Sekundenschnelle der Wille zur diskursiven Auseinandersetzung (eine weitere Reaktion Rapps war bis heute ausgeblieben, er hat zwar im gleichen Thread anschließend noch kommentiert, ich war für ihn dann im weiteren aber Luft):





(Verlinkt gewesen war hier mein NEX-Artikel zum diesjährigen Gedenktag der Tscherkessen).

Freitag, 25. November 2016

"Cornelia Achterberg" weiß nicht, warum sie hetzt....

Eine Hetzkampagne für "Meinungsfreiheit"? 

Neulich hatte ich begonnen, eine Artikelserie über Rechtspopulisten und deren Netzwerke zu veröffentlichen. Ich mußte abbrechen und sogar zwei bereits publizierte Artikel gingen wieder vom Netz, weil einer der Beschriebenen eine Urheberrechtsverletzung darin erkennen wollte, daß öffentlich geschaltete, von vielen Menschen geteilte Facebook-Posts sowie ein öffentlich zugänglicher Zeitungsartikel ohne seine explizite Erlaubnis zitiert wurden. Bzw. vermutlich auch, weil man auf der Suche danach war, wie man unangenehme Einsichten in das eigene Denken und Tun vom allgemeineren Publikum fernhalten könnte. So lange, wie ich auf die rechtliche Vorab-Klärung warte, um einem für mich zu teuren Rechtsstreit zu vermeiden, bleibt mir nun ein wenig Raum, um die Hetzkampagne des deutschen Lehrers Sönke Henning Tappe gegen meine Person in ihren seltsamen Dynamiken weiter aufzuarbeiten. Meine aktuelle Situation, bereits fertige Recherchen nicht publizieren zu können, bildet zudem einen schönen Kontrast zu der aggressiven Unterstellung, ich hätte wenig oder keinen Sinn für Meinungsfreiheit und demokratische Strukturen.Die Schreihälse, die von Frühjahr bis Sommer unter der Anführerschaft von Tappe monatelang mir, sich und anderen weismachen wollten, daß ich den liberalen Anstand verletzen würde oder politisch zu unkritisch und einseitig wäre, sind natürlich längst weitergezogen oder sehen wohl ohnehin keinen Sinn darin, auch mal dafür zu sorgen, daß ich mich ohne Angst und Druck in einer Weise äußern kann, so daß ich mit dem, was ich zu sagen habe, auch wahrgenommen werde und mich nicht nur stetig an Vorwürfen und Unterstellungen anderer Personen abarbeiten muß. 

Aber in der Tat war diese Bereitschaft zum Einsatz für meine Rechte und meine Aufarbeitung des Völkermordes an den Tscherkessen ja auch schon von Anfang an nicht dagewesen. Die Doppelmoral in Sachen Meinungsfreiheit (für Hetzer, Provokateure und Extremisten und Verbreiter von Allgemeinplätzen fast immer gern - für Genozidaufarbeitung, Dekonstruktion rassistischer Klischees und menschenfeindlicher Erzählungen sowie Vorgehen gegen Extremismus dagegen theoretisch ja, aber bitte ohne die Forderung nach gesellschaftlichem Einsatz zu deren Verwirklichung) samt eigenem argumentativem Ausweichen, vermeintlichem Nichtzuständigsein und der indirekten Degradierung der Aufarbeitung eines kolonialen Völkermordes zu einer Art privatem Hobby, der Fehlerklärung des zähen Ringen mit repressiv agierenden Kreisen zur "persönliche[n] Agenda" (bei vergleichender Genozidforschung handelt es sich selbstverständlich nicht um etwas so Nützliches und der Allgemeinheit Dienendes wie die weltbewegenden, rasiermesserscharfen Einsichten eines Jan Böhmermann) hatten ja auch den eigentlichen Ausgangspunkt meiner Auseinandersetzungen mit Tappe und den von mir gewünschten Kommunikationsabbruch mit ihm dargestellt:



Die häßliche Fratze des deutschen "Gutmenschentums":

Eine der sich meines Erachtens  besonders auffällig verhaltenden Personen war "Cornelia Achterberg" - zusammen mit einer Margit Reifenrath und einer Sieglinde Brumm - gewesen. Ihre Facebook-Seite wirkt nach einer liberalen, netten Frau, sie postet auf ihrer Wall Hundephotos, Musikvideos und wahrscheinlich auch die üblichen Aufrufe zu Toleranz und "gegen Hetze" (ich habe gerade keine Lust, mich weiter bei ihr durchzuscrollen). In ihrem Verhalten mir gegenüber zeigte sie allerdings eine ganz andere Seite- sie war eine der Personen gewesen, die die übelsten Schmähungen gegen mich ausgesprochen hatten und auf quasi-totalitäre Weise politisches Anecken mit "psychische Krankheit" gleichsetzten. Tatsächlich leide ich, und da wiederhole ich mich, an Fibromyalgie und Insulinresistenz, mutmaßlich entstanden durch jahrelanges Mobbing meiner Vorgesetzten und erst in der Türkei diagnostiziert, da in Deutschland der ärztliche Willen dazu fehlte.... (Und wenn man denn nun so ein immenses Ausmaß an Menschlichkeit in sich trägt, könnte man sich ja auch vielleicht mal dafür einsetzen, daß bereits Erkanntes vernünftig behandelt wird, anstatt daß man weiter über soziale Netzwerke zusätzliche Phantasiediagnosen trifft - wie man mit tatsächlich psychisch Kranken umgehen würde, mag ich mir anhand des bereits dokumentierten Verhaltens der entsprechenden Clique gar nicht ausmalen).  

Gerade da Cornelia Achterberg mir nicht einmal bekannt gewesen war und ich mit ihr auch noch nie aneinandergeraten war,  wird sie hier dann von mir mit einem Post beehrt. Sie steht für mich in ihrem Verhalten für diejenigen Menschen, die sich Hetze anschließen, wenn es etwas zu hetzen gibt und weniger nach der Sinnhaftigkeit ihres Tuns und des Anlasses dafür fragen. Mutmaßlich ist es das scheinbar "noble" Anliegen des Tonangebers, das  jegliches Verhalten zu rechtfertigen scheint, auch bzw. möglicherweise auch gerade dann, wenn man sich der Sache nach mit nichts beschäftigt hat und höchstwahrscheinlich nicht mal ansatzweise weiß, worum es überhaupt geht und wen man weswegen zu diskreditieren und zu zermürben sucht.

Es scheint das Gefühl zu zählen, irgendwie "besser" zu sein als andere, "mutiger" und mit mehr "Kritikgeist"; das zeigt und demonstriert man dann, indem man eine einem unbekannte Person als Sinnbild eines ganz ganz finsteren, bösen, gemeinen und absolut kranken Anderen bekämpft. Bei dem, was Achterberg auf meiner Seite an "Verfolgungswahn" gesehen haben will, kann es sich eigentlich nur um meine Posts zu entweder dem heutigen Rechtspopulisten Jörg Baberowski (damals einer meiner akademischen "Begutachter" und mitverantwortlich dafür, daß ein "Völkermord" an den Tscherkessen als Art Hirngespinst einer Irma Kreiten abgetan wurde) oder den um "Tichys Einblick" herum versammelten Personen, insbesondere Tomas Spahn handeln. D.h. es handelte sich da um Ausschnitte aus meinen Vorab-Recherchen für genau die Artikel, die jetzt nicht erscheinen konnten. Und ein Stück weit auch um eine Einstimmung meines Publikums, damit es bei Erscheinen längerer Artikel dann nicht heißt: Tichy... Spahn..., wer ist das - sind die überhaupt relevant? Oder: Hast Du nicht mal mit denen gesprochen? Doch, habe ich auch....





Ein paar Beispiele für meinen mutmaßlichen "Verfolgungswahn", wie er sich um jenen Zeitpunkt auf meiner eigenen Wall äußerte (und in der Interpretation von Menschen, die vielleicht nicht einmal wissen, was ordentliche Recherche darstellt, wie so etwas aussieht und vor sich geht, für mich ein Anzeichen dafür, daß man sich als kritischer, intellektuell beschäftigter Mensch bisweilen nun schon vor seinen "normalen" und "wohlwollenden" deutschen Mitmenschen und deren aggressiver, bornierter Intoleranz gegenüber geistiger Arbeit fürchten muß):








Falls sie sich weiter durch meinen Account geklickt haben sollte:
(Im übrigen wäre ich auch weit weniger gezwungen, mich ständig zu wiederholen, wenn meine Zeitgenossen etwas aufmerksamer wären und rationale Argumente auch dann nachvollziehen könnten und zum etwas Tun zu bewegen wären, wenn diese nicht zigfach durch mediale Echoräume schallen... und wenn nicht immer wieder irrig geglaubt würde, mehrheitliche Meinungsbildung in den sozialen Netzwerken wäre mit faktischer "Wahrheit" gleichzusetzen....)











Und vom Monat August, in dem ich, eben aufgrund der steten Belästigungen durch Tappe und seine virtuelle Horde nur sehr wenig gepostet hatte, ein ganz böser, aggressiver, verruchter und neurotisch-psychopathologischer Post:




Das anschließende Nichtwissenwollen und Keine-Ahnung-Haben:

Wie das Leben so spielt und da "politisch engagierte" Kreise im deutschsprachigen Netz doch immer wieder aus den gleichen Personen bestehen, bin ich eine Weile später Cornelia Achterberg dann auch mal direkt über den Weg gelaufen. Sie gab sich da - in eher islamophilem Kontext - tolerant, offen und flüchtlingsliebend. Auch solch ein Verhalten paßt natürlich bestens zusammen mit einem politischen "Engagement", das mich von der weiteren wissenschaftlichen Bearbeitung des Völkermordes an den Tscherkessen abhielt, weil ein wütender Mob mich monatelang mit Falschbehauptungen/ausgeprägter Zitierschwäche, Schmähungen, übler Nachrede, unerwünschten Zuschriften usw.traktierte.




Und weiter werden völlig unmotiviert Verweise auf andere politische Themen eingeworfen:

Fazit: Gutmensch oder Wutmensch?
Typisch ist meinem Ermessen nach auch, daß man oder frau die menschlichen Kosten, die solche Hetztornados verursachen und den allgemeineren politischen Flurschaden, den sie hinterlassen, weitestgehend zu ignorieren sucht. Auf diese Weise mischt sich ein fehl- oder gar nicht verstandenes Gut- mit dem üblichen Wutmenschentum. Es soll aber keiner sagen, ich hätte nicht mit Frau Achterberg "in Dialog" treten oder mir ihre Argumente nicht anhören wollen. Oder daß ich "zu un-nett" und "unhöflich" gewesen wäre und die mir entgegengebrachten massiven menschlichen Sympathien schlicht nicht zu schätzen gewußt hätte.....

Freitag, 23. September 2016

So pervertiert* ist die deutsche Öffentlichkeit mittlerweile...

Eine der – was mich und meine Anliegen betrifft - massivsten Hetz- und Störattacken der letzten Wochen war für mich von Sönke Henning Tappe ausgegangen, der sich dabei viel Zuspruchs erfreute und damit de facto zum Trittbrettfahrer neurechter Kreise sowie deren Anti-Maas-Hysterie (es ist mir in diesem Falle egal, ob er zu selbstgefällig und kurzsichtig war, um das selbst zu bemerken!) wurde. Der mutmaßliche Gymnasiallehrer, Kaukasusphotograph und Blogger Sönke Henning Tappe, talso genau der Herr, der sich mit einem unkontrollierten online-Verhalten hervorgetan hat, präsentiert sich nun als Bewahrer eines friedlichen demokratischen Gesprächsfeldes. Und es erfolgt kein Einspruch, bzw. kein Hinweisen auf die Inkohärenzen! Auch von gemeinsamen Freunden, die seine Vorgehensweise mitbekommen hatten, nicht...
Hier der für mich eklatanteste post:


Aus dem Text des von Sönke Henning Tappe verlinkten Artikels :

"Wie verhält man sich, wenn man in dem soziologischen Echtzeit-Experiment, das wir "Social Media" nennen, mit scheuerhaften, also rassistischen Äußerungen konfrontiert wird? Rückzug? Entfrienden oder Blocken? Melden? Widerspruch? Die Diskussion suchen? 
In sozialen Medien kristallisiert sich eine Verhaltensweise heraus, die nicht neu ist. Jedoch in einer durchmedialisierten Gesellschaft neue Dimension bekommt: Passivrassismus. So bezeichne ich das Geschehenlassen rassistischer Äußerungen, wo man widersprechen oder gegenhalten könnte, es aber nicht tut. Passivrassismus ist das brüllende Schweigen zum falschen Zeitpunkt, die schmerzhaft fehlenden Widerworte."

"Der Kampf gegen den Hass im Netz beginnt mit dem Kampf gegen den eigenen Passivrassismus, also dem Schweigen gegenüber Rassismus."

"Wer duldet ist mit schuld" - wirklich so gemeint? Zustimmung hierzu ist ja schön und gut, aber was von diesen lobenswerten Bekenntnissen kommt denn auch im realen Leben und der eigenen Praxis an? 

 Das liberale Selbstbild auf die Probe gestellt:

Ich hatte im Mai über facebook versucht, den Rassismus und den Opportunismus des sogenannten "Gedichtes" von Böhmermann zu benennen, zu erklären und ihm entgegenzutreten:



Tappe hatte hierauf sehr persönlich, aggressiv und irrational reagiert und war mir mit lauthalsigem "Zensur"-Vorwürfen begegnet ("netterweise" auf meinen Wohnort bezogen und geschickt von einer deutschen auf türkische Problemlagen ablenkend):










Daß die Böhmermann-Äußerungen - jenseits des konkreten Personenbezugs und der türkischen Regierungspolitik - als rassistisch interpretiert werden konnten, war zu diesem Zeitpunkt längst klar und konnte in verschiedenen Zeitungs- und Blogartikeln nachgelesen werden (z.B. hier). Mittlerweile hat ein deutsches Gericht entschieden, daß Böhmermann die Grenzen der künstlerischen Freiheiten überschritten hat (siehe dazu auch. den ntv-Bericht ""Schmähkritik" wegen Rassismus verboten").Im Wortlaut erklärte das Gericht:

" [...] die fraglichen Zeilen greifen gerade gegenüber Türken oftmals bestehende Vorurteile auf, die gewöhnlich als rassistisch betrachtet werden."

Die berühmt-berüchtigten "Sprechverbote"....

Noch weniger als eine kritische Auseinandersetzung mit der Böhermann-Kritik wollten Tappe und sein - z.T. aus neurechten Islamhassern und Migrationsphobikern bestehender Freundeskreis - aber offenbar, daß eigenes übergriffiges Verbalverhaltenhalten samt verleumderischer Unterstellungen Konsequenzen nach sich zieht. Denn selbst nachdem ich Tappe aufgrund des Torpedieren der Böhmermann-Diskussion auf facebook blockiert hatte, hatte er keine Ruhe gegeben, sich vielmehr dann an einen gemeinsamen Freund gehalten, als dieser einen post von mir geteilt hatte...

Ich hatte mich in diesem Zeitraum von etlichen Leuten auf diese Weise "bearbeitet" gesehen und mir ging das allmählich an die Substanz. Deswegen habe ich mich veranlaßt gesehen, zu härteren Maßnahmen zu greifen und (öffentlich) erwogen, auf andere Weisen Grenzen ziehen, d.h. mich an Herrn Tappes Arbeitgeber zu wenden. Ich sehe hierin nach wie vor nichts Anstößiges (es wird ja impliziert, daß der Arbeitgeber sich an rechtsstaatliche Gesetze und unsere gesellschaftlichen Wertvorstellungen hält), ein Vorgehen über den Arbeitgeber wird auch in Zeitungsartikeln zum Thema Handlungsoption bei Haß und Pöbleien im Netz aufgezeigt, siehe etwa "Melden, anprangern, anzeigen"). Die unmittelbaren Reaktionen der Tappe-Anhänger waren allerdings so heftig wie erschreckend:




Hier jemand, der angesichts eigener migranten- und flüchtlingsfeindlicher Tendenzen genug Grund hat, "öffentliche Bloßstellung und An-den-Pranger-stellen doof" zu finden: 


Dagegen ein sich dezidierter als "liberal" Verstehender:

 











Worte töten nicht, Felix Hau? Dann lesen Sie doch mal die "Einschätzungen zweier Sprachwissenschaftler "Die Sprache von Pegida ist ein Fundement für Gewalt". Oder haben Sie nicht eigentlich auch selbst Kulturwissenschaften studiert, wären da nicht weitere Erklärungen meinerseits ohnehin überflüssig? Und in völligem Verkennen des inhaltlichen Zusammenhangs zwischen Mobbing durch ethnozentrische, muslimfeindliche Vorgesetzte, meinem Arbeitsthema und meinem Unbehagen an der Böhmermann-Satire, schreibt, wenngleich auch nicht ganz so rüde formuliert wie einige der andere Kommentare, ein Robert Morger:




Hier wurden sich, wahrscheinlich in einigen Fällen auch unbemerkt, also insgesamt neurechte Diskursumwertungen und Mimikry- bzw. Verneblungsstrategien angeeignet. Aus dem Eintreten gegen Haß werden damit "Aggression", "Zensur" und "Sprechverbote". Nachdem Presseberichterstattung und soziale Medien in Reaktion auf das Scheitern des Militärputsches in der Türkei - den ein Teil der Freundesriege Tappes am Abend des 15. Juli begrüßt hatte und/oder anschließend als Verschwörung des türkischen Staates deutete - die öffentliche Stimmung weiter aufgeheizt hatten, begann Herr Tappe - in Anknüpfung an unsere vorherigen Auseinandersetzungen, ohne weiteren Anlaß -  eine ausgewachsene Verleumdungskampagne gegen mich zu führen. Dabei versuchte Tappe auch selbst noch einmal, das Vorgefallene und seine fortgeführten Belästigungen und deutlich formulierten, wiederholten Kontaktversuche (natürlich gegen meinen Wunsch) in Aggressionen, "Mobbing" und  Zensurabsichten von Irma Kreiten umzudeuten (von Tappe am 20. Juli 2016 öffentlich auf facebook gestellt): 

  

Wie man von Böhmermann-Kritik psychische Krankheiten bekommt (also Leute:  laßt das besser bleiben...): 

Angeblich haben ihm andere zugetragen, was sich auf meiner Seite so tat - er selbst war ja blockiert und hätte eigentlich gar nciht lesen können, was ich da zu welchen Themen schreibe. Mitgetragen wurde diese Kampagne, die sich über Wochen hinzog und mich schhließlich für einige Tage auch ganz aus facebook hinausgedrängte, von Personen, die mich nicht kannten, mir nie begegnet, nie mit mir gesprochen hatten und folglich, das sagten manche auch selbst, nichts über mich wußten. Wie sich diese Posts und Kommentare gestalteten, kann ich hier aus Platzgründen nur anhand eines kleinen Ausschnittes zeigen - bei anderer Gelegenheit aber evtl. mehr davon. Jedenfalls wurde ein Sammelsurium an Vorwürfen zusammengetragen, die sich, sofern überhaupt politischer Natur, alle mehr oder weniger auf die Türkei und mein (mutmaßliches und tatsächliches) Verhältnis zu Türken bezogen.
Auf dem Höhepunkt der Kampagne demonstrierten Beteiligte dann (soweit nicht offen rechten Kreisen zugehörig, da muß man sich ja weniger Zwang antun) wiederholt und ausgiebig den Verlust der Fähigkeit oder des Willens, Korrelationen herzustellen zwischen dem  formalen Bekenntnis zu akzeptablen Diskussionsweisen und Umgangsformen und den eigenen realen Handlungsweisen. Die sich aus Sicht von Tappe & Konsorten ergebenden Konsequenzen für politische Meinungsdifferenzen, so wie dies aus ihren öffentlichen Bekundungen, Stellungnahmen und Urteilen hervorgeht: Psychiatrisierung und in Aussicht gestellte Entmündigung. Besonders häßlich ist das, da ich tatsächlich an Fibromyalgie erkrankt bin und es bekannt ist, daß Fibromyalgie-Patienten oftmals unter entsprechenden Vorurteilen und Stigmatisierungen leiden - über andere körperliche Gebrechen hätte man sich in diesen Kreisen vielleicht auf ähnliche Weise das Maul zerrissen. 

(Man beachte die schrittweise Eskalation)











Aus einer Art "Brief" an mich vom 21. Juli 2016, von Tappe formuliert (zur Sicherheit: das Stichwort "Geisteskrankheit" stammt aus meiner Beschreibung der tappeschen Hetz- und Diffamierungsstrategien, ich habe meinerseits keine Geisteskrankheits-Vorwürfe an ihn oder sein Umfeld getätigt) und auf facebook eingestellt:







(Zu den "wohlmeinenden Aktivistengruppen" eines Tobias Weihmann - antideutsches Umfeld, und ÖkoLinX-Splitterpartei - wie auch zu seinem eigenen Umgang mit Kritik und Widerspruch - "sensibel" träfe es ganz gut-, einem merkwürdigen Verständnis von Zusammenarbeit und Kooperation und etwaigen Gedächtnislücken Weihmanns in Bezug auf die Frage, wer warum welches Gespräch abgebrochen hat, ließen sich wohl auch noch ein paar Worte sagen, dies aber evtl. an anderer Stelle....)
Aus dem thread zu einem weiteren "Kommentar" Tappes vom 1. August:





Das frühzeitige Erkennen der "Zeichen" (ich würde da andere, nämlich politische, Warnzeichen erkennen wollen....):

 
Auch noch nett, aber - dem Leser sei es versichert - auf mich bezogen, nicht etwa auf die sich offenbarenden  Gruppendynamiken und eine fehlgesteuerte Facebook-Schwarmintelligenz: 




Zitierkunst, Wahrheit und Dichtung eines Historikerkollegen:

Gegen Ende möchte ich dann aber, weil ich mich hier ausgehend vom Spiegel-Artikel über Hetze im Netz nicht auf das Inhaltliche (die unterstellerischen, ehrenrührigen Behauptungen...), sondern die Form konzentriert habe, doch noch einen kleinen Eindruck von der Liebe zur wahrheitsgemäßen Darstellung und den Zitierkünsten des - nach eigenen Angaben studierten Historikers - Sönke Henning Tappe bieten:



  (gleichzeiitg der einzige direkte Einwand in der ganzen Kampagne, danke an Immo Moshagen)

Tatsächlich geschrieben und gepostet hatte ich folgendes, von dem aus dann Tappe sein "nahezu wörtliches Zitat" angefertig hatte:


(zu sehen sind u.a. Haßkommentare gegenüber zwei bekannten Islamwissenschaflern, wer sich das Original samt screenshots ansehen will, kann das gerne hier tun):

Und Helga Leutnecker, die sich mit eigenen Kommentaren an Tappes Vorgehensweise gegen mich beteiligt hatte, schreibt selbst in später Einsicht (nicht, daß sie sich in irgendeiner Form bei mir entschuldigt, zumindest hier auf abträgliche Charakterisierungen verzichtet, oder an Ort und Stelle etwas geradegerückt hätte.....):


Nun ja, es freut mich trotzdem, wenn noch nicht alle das Lesen und Verstehen im eigentlichen Sinne aufgegeben haben.

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 * Bedeutung des Verbs "pervertieren" laut Duden:

1. verderben, verfälschen, ins Gegenteil, ins Negative verkehren
2. sich in etwas Negatives verkehren, verfälscht werden